Ausgebremst…

Immer wieder erreichen uns Fragen nach unseren Plänen und dem Wohlergehen von Schiff wie Besatzung, zum Beispiel nach den jüngsten Berichten über eine Tsunamiwarnung an der japanischen Ostküste. Wir haben unsere Reisepläne um ein Jahr verschoben, das heißt wir werden erst im Frühjahr 2022 in Richtung Aleuten und Alaska aufbrechen. Einen für März ´21 vorgesehenen Haul-out-Termin haben wir ebenfalls aufs nächste Jahr umgebucht.

„Alumni“ liegt in einer der am besten geschützten Marinas des Landes auf der Insel Shikoku in der Seto-Inlandssee. Die nächsten größeren bekannten Städte sind Hiroshima und Osaka auf der Hauptinsel Honshu. Gerade haben wir gesehen, dass uns der Google Earth-Satellit bereits in unserer Marina „geblitzt“ hat. Hier sind ein paar Bilder, aus denen man die geschützte Lage gut erkennen kann, sogar die spinnennetzartige Vertäuung mit 18 (!) Leinen (Taifune können in Japan das ganze Jahr über auftreten, auch wenn die Hauptsaison im September ist).

 

Credit to Google Maps – Tadashi Kawata
Credit to Google Maps – Sada Sumi

Bis zu unserer Rückkehr aus Deutschland wissen wir „Alumni“ in guten Händen: Jeden Monat erhalten wir einen Fotoreport des Marina-Managers Nakagawa-san über die wöchentlichen Checks an Bord. Dennoch machen wir uns natürlich Gedanken, was die lange Liegezeit so alles an den diversen Aggregaten anrichten könnte – getreu des Lieblingsmottos unseres neuseeländischen Freundes und „Teilzeit-Bordingenieurs“ John: „Use it – or loose it!“. Hinzu kommt, dass John und Wendy in den wohlverdienten Ruhestand und in ihr neues Haus „an Land“ gegangen sind, ganz in der Nähe der Bay of Islands und ihrer „Midnight Sun“, auf der sie über zwanzig Jahre gelebt haben. Lange Flugreisen wie nach Japan wollen sie sich nicht mehr antun, was wir sehr bedauern, aber natürlich gut verstehen können.

Die gute Nachricht ist, dass uns unser kanadischer Freund Kirk mit einem anderen Neuseeländer, der wie Kirk in Japan lebt und mit einer Japanerin verheiratet ist, bekannt gemacht hat. Er heißt Daniel, ist ebenfalls ein erfahrener Bootsbauer – offenbar haben Kiwis dieses Gen im Blut – und wird sich im Oktober/ November um „Alumni“ kümmern. Noch haben wir die Hoffnung, Daniel im Oktober persönlich an Bord begrüßen zu können, nicht ganz aufgegeben. Aber warten wir ab, welche Corona-Überraschungen die nächsten Wochen und Monate für uns alle noch bereit halten!

 



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